Marien-Dom, Kolberg
1.
1.1.
Bereits zu Beginn des 11. Jahrhunderts wurde im Zuge eines ersten Christianisierungsversuchs in Kolberg eine Marienkirche errichtet. Nach dem Weggang des Bischofs Reinbern zerstörten die westslawischen Wenden das Gotteshaus. 1125 wurde durch Bischof Otto von Bamberg eine zweite Marienkirche geweiht. Als diese Mitte des 13. Jahrhunderts verfallen war, wurde mit dem Bau einer neuen Marienkirche, dem späteren Dom, begonnen; bereits 1282 konnte darin Gottesdienst gefeiert werden. Die ursprünglich geplanten zwei Türme wurden zum “Schutz gegen die mächtig brausenden Ostseestürme” 1 durch einen Zwischenbau verbunden. Im Zuge der Reformation diente die Kirche von 1531 bis 1945 der evangelischen Gemeinde. Reger konzertierte mehrfach während seiner Sommerferien an der Dom-Orgel (s.u.).2
Im Lauf der Jahrhunderte hatte Kolberg immer wieder unter der Belagerung oder Besetzung durch feindliche Truppen zu leiden (Dreißigjähriger Krieg, Siebenjähriger Krieg, dritter Napoleonischer Krieg). Während der Schlacht um Ostpommern im Frühjahr 1945 wurde die Stadt größtenteils zerstört. 1974 begann der Wiederaufbau des Doms, der seither von der katholischen Gemeinde genutzt wird und seit 1986 den Rang einer Marienbasilika hat.
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Object reference
Marien-Dom, Kolberg, in: Reger-Werkausgabe, www.reger-werkausgabe.de/mri_loc_00009.html, version 4.1.1, 11th August 2026.
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