Roderich Stintzing

Correspondence, Dedicatee

Gender
male
Profession
physician, medic
Birth
12th February 1854
Death
6th April 1933
MRI-Identifier
mri_pers_00093

Name
Roderich Stintzing
Used Name
Roderich Stintzing

References to Reger
    Correspondence, Dedicatee
References to others
  • Akademische Konzertkommission

1.

1.1.

Roderich Stintzing (undatiert). – www.stintzing.de; Abbildung mit freundlicher Genehmigung.
Roderich Stintzing (undatiert). – www.stintzing.de; Abbildung mit freundlicher Genehmigung.

Roderich Stintzing, geboren am 12. Februar 1854 in Heidelberg, studierte Medizin an den Universitäten Bonn, Tübingen und Leipzig. 1878 schloss er sein Studium mit dem Doktortitel ab und begann mit seiner Arbeit am Bonner Institut für Physiologie unter Eduard Pflüger. Ab 1880 war er an der Medizinischen Klinik in München angestellt, wo er sich 1883 habilitierte. 1890 erhielt er eine Professur an der Universität Jena und wurde auch zum Direktor der Poliklinik ernannt; zwei Jahre später übernahm er die Leitung der Universitätsklinik, die er bis 1924 innehatte. Zu seinen Veröffentlichungen zählt das gemeinsam mit Franz Pentzoldt herausgegebene sechsbändige Handbuch der Therapie innerer Krankheiten (1894/96). Roderich Stintzing starb am 5. April 1933 in Jena.

1. Reger-Bezug

Roderich Stintzing, der in Jena Vorsitzender der Akademischen Konzertkommission war,1 kam möglicherweise über Fritz Stein, als Universitätsmusikdirektor Mitglied der Kommission, in Kontakt mit Reger. Zumal dieser Regers Ehrenpromotion durch die Philosophische Fakultät der Universität Jena 1908, zu deren Anlass der 1. Teil des 100. Psalms op. 106 entstand, vorangetrieben hatte. Stintzing scheint daran ebenfalls maßgeblich beteiligt gewesen zu sein, dankte ihm doch Reger persönlich: “Ich bin sehr, sehr stolz nach Hause gefahren; denn: zum Dr. h.c. der philosophischen Fakultät der altberühmten Universität Jena ernannt worden zu sein, ist und bleibt für mich die höchste Auszeichnung, die mir je in meinem Leben zuteil werden konnte.” (Schreiben vom 2. August 1910) Die ebenfalls am 31. Juli 1908 stattfindende Uraufführung des Weihegesangs WoO V/6 zur Einweihungsfeier des neuen Universitätsgebäudes anlässlich der Feierlichkeiten zum 350-jährigen Universitätsjubiläum stärkte zusätzlich Regers Verbindungen zu Jena und dessen akademischen Kreisen. 1910 war Stintzing dann Mitglied des 135-köpfigen Komitees für das Dortmunder Reger-Fest.2

Nach Regers Zusammenbruch nach einem Konzert in Hagen am 28. Februar 1914 wurde Stintzing von Regers Assistent Hermann Unger auf den Plan gerufen (vgl. Brief vom 2. März 1914) und verordnete dem Komponisten einen Kuraufenthalt in Meran in Begleitung von Fritz und Gretel Stein.3 Im gleichen Jahr widmete Reger ihm die Acht geistlichen Gesänge op. 138.


1
Vgl. Die Musik IV. Jg. (1904/05), Nr. 13 (1. April-Heft 1905), S. 65.
2
Aus Jena gehörten, neben Fritz Stein, außerdem der Mediziner Geheimrat Prof. Dr. Wilhelm Biedermann (vgl. Artikel zu Margaret von Seydewitz, Nachweis) und der Philosoph Geheimrat Prof. Dr. Rudolf Eucken zum Komitee (Max-Reger-Fest. Dortmund 7. 8. 9. Mai 1910, Festbuch, S. 4–6).
3
Vgl. etwa Brief Elsa Regers vom 6. März 1914 an Fritz und Gretel Stein, Max-Reger-Institut, Karlsruhe, Signatur: Ep. Ms. 3188. – Am 9. Juli 1928 legte Stintzing einen Bericht über Regers gesundheitlichen Zustand im Jahr 1914 ab.
Object reference

Roderich Stintzing, in: Reger-Werkausgabe, www.reger-werkausgabe.de/mri_pers_00093.html, last check: 13th April 2024.

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