Fritz Brentano

Lyricist

Gender
male
Profession
writer
Birth
17th February 1840
Death
23rd August 1914
MRI-Identifier
mri_pers_00894

Name
Fritz Brentano
Used Name
Fritz Brentano

References to Reger
    Lyricist
References to others

1.

1.1.

Fritz Brentano, Fotografie in Ders., , Berlin [1912], Cover.
Fritz Brentano, Fotografie in Ders., Schnooke un Schnurre. Luschtige Gedichte in pälzer Mundart, Berlin [1912], Cover.

Fritz Brentano wurde am 17. Februar 1840 in Mannheim als Sohn des Rechtsanwalts und liberal-demokratischen badischen Politikers Lorenz Brentano geboren. Seine Mutter war vermutlich Brentanos erste Ehefrau Caroline Leutz. Lorenz Brentano ging 1850 nach der Niederschlagung der badischen Revolution über die Schweiz ins amerikanische Exil. Fitz Brentano arbeitete nach dem Besuch des Gymnasiums in seiner Heimatstadt und der Universität in Heidelberg zunächst als Sekretär des Verlegers Friedrich Götz, mit dem er Deutschland und Frankreich bereiste. Ab 1859 wandte er sich der Schauspielerei zu und wirkte als Darsteller und Regisseur in Mainz, Düsseldorf, Köln und Kassel. Ab 1869 verdingte sich Brentano zunächst in Kassel und dann in Mainz als Journalist und Redakteur. 1880 erfolgte der Umzug nach Berlin. Dort war Brentano als Chefredakteur 1881 für die Berliner Neuigkeiten und 1882-1883 für die Berliner Presse tätig. Von 1884–1887 betreute er redaktionell den Berliner Lokalanzeiger und übernahm 1894 die Redaktion der Berliner Theaterzeitung. Den Neuen Theaterdiener leitete er von 1895 bis 1897. Danach war Brentano nur noch als freier Schriftsteller tätig, die Anfänge seiner belletristischen Ambitionen reichen aber in die Kasseler Zeit zurück. Nach seinem Erstling, dem sozialkritischen Theaterstück Der Weber von Lyon von 1869 verlegte Brentano seinen Schwerpunkt auf das humoristische Genre. Neben Schwänken, Possen und Lustspielen, die er teils im Zusammenwirken mit anderen Schriftstellern verfasste (Ein Pensionskind 1883, Vergnügte Flitterwochen 1892 mit Julius Keller, Nur Amerikanisch 1884 zusammen mit Carl Wald, Alfreds Briefwechsel 1885 zusammen mit Anton Oskar Claußmann, Seine Gewesene 1885 zusammen mit Carl Tellheim, Geniale Kinder zusammen mit Julius Beck, Die Ehelüge und Sein bester Freund 1892, Madame Kuckuck 1893 jeweils zusammen mit Julius Bettelheim) schrieb er vor allem Sammlungen von lustigen oder satirischen Alltagsgeschichten. Neben Romanen (Der Schwedenhof 1892, Das Geheimnis des Forsthauses 1898, Exzellenz Polizeimeister 1906 und Die Rache des Waldes 1908) und einigen Novellen veröffentlichte Brentano 1871 auch einen Band mit Gedichten sowie 1883 eine Gedicht-Anthologie (Lenz und Liebe deutscher Dichtkunst). 1912 erschien zudem ein Band mit kurpfälzischen Mundartgedichten (Schnooke und Schnurre). Fritz Brentano starb am 23. August 1914 in Berlin. (Die Informationen zum beruflichen und schriftstellerischen Werdegang sind Franz Brümmer, Lexikon der deutschen Dichter und Prosaitsen vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart, Bd. 1, 6. Auflage, Leipzig 1913, S. 346f. entnommen).

1.2. As lyricist

Neben Reger komponierten u.a. auch Hugo Wolf, August Klughardt und Eugen Hildach Lieder nach Texten von Fritz Brentano.

Parallelvertonungen zu Reger

  • Carl Laue: Wiegenlied, Nr. 2 aus Sechs Lieder im Volkston op. 25 (v: 1874)
  • August Klughardt: Leise, leise weht ihr Lüfte, Nr. 2 aus Drei Wiegenlieder op. 23 (v: 1875)
  • Alban Förster: Wiegenlied, Nr. 1 aus Drei Lieder für eine hohe Stimme op. 29 (v: 1876)
  • Bruno Ramann: Wiegenlied, Nr. 3 aus Vier Lieder und Gesänge op. 30 (v: 1876)
  • Franz Schmidts: Wiegenlied op. 13 Nr. 1 (v: 1891)

Weitere Vertonungen (Auswahl)

  • Heinrich Esser: Sechs Lieder nach Gedichten von Fritz Brentano op. 81 (1872)
  • August Klughardt: Am Tage Allerseelen, Nr. 1 aus Drei Lieder op. 31 (1876)
  • Eugen Hildach: Herbstlied; Nr. 2 aus Zwei Lieder op. 2 (1877)
  • Hugo Wolf: Wanderlied (Aus einem alten Liederbuche HWW 48 (1877)Note: Zur Identifizierung des Textes als Werk von Brentano siehe www.lieder.net. Der Text wird auch in Brentanos Publikation Fahrende Comödianten. Humoresken, 2. Auflage, Berlin 1879 verwendet (dort S. 152f.) – Zuweisung noch nicht bei Margret Jestremski, Hugo-Wolf-Werkverzeichnis (HWW). Thematisch-chronologisches Verzeichnis der musikalischen Werke Hugo Wolfs, Kassel u.a. 2011, S. 55f.

1. Reger-Bezug

Über einen persönlichen Kontakt Regers mit Fritz Brentano ist nichts bekannt.

Object reference

Fritz Brentano, in: Reger-Werkausgabe, www.reger-werkausgabe.de/mri_pers_00894.html, version 4.0, 18th December 2025.

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