Alfred Sittard
Correspondence, Performer
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1.
1.1.
Alfred Sittard wurde am 4. November 1878 als Sohn des Musikwissenschaftlers und Kritikers Josef Sittard in Stuttgart geboren. 1885 übersiedelte die Familie nach Hamburg, wo Alfred Sittard Schüler von Carl Armbrust, Organist an der St.-Petri-Kirche, wurde; 1896/97 fungierte er kommissarisch als dessen Nachfolger. Möglicherweise bereits in dieser Zeit lernte er Hans von Ohlendorff kennen (s.u.). Von 1897 bis 1901 studierte er am Konservatorium in Köln bei Franz Wüllner (Komposition), Friedrich Wilhelm Franke (Orgel) und Isidor Seiß (Klavier); er komponierte vor allem geistliche Chorwerke, von denen die Vertonung des 1. Psalms Ohlendorff gewidmet ist. Nach Hamburg zurückgekehrt, wurde Sittard Korrepetitor am Stadttheater. 1902 erhielt er den Mendelssohn-Preis; zu den Juroren gehörten Joseph Joachim und Arthur Nikisch. Von 1903 bis 1912 war er Organist an der Dresdner Kreuzkirche, seit 1909 auch Orgelsachverständiger, von 1912 bis 1930 erneut in Hamburg Organist und Chordirigent an der St.-Michaelis-Kirche. 1925 wurde Sittard, der als einer der virtuosesten Organisten seiner Zeit gilt und zahlreiche Tourneen ins europäische Ausland und nach Russland absolvierte, zudem als Professor für Orgelspiel an die Akademie der Künste in Berlin berufen, 1933 zum Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik und zum Direktor des Staats- und Domchors. Mit letzterem Ensemble häuften sich jedoch bald die Probleme persönlicher wie aber wohl auch politischer Art (“[…] er hindere die Chormitglieder absichtlich durch das Abhalten von Proben am Zuhören bei Reden des Führers” 1). Gesundheitlich seit Längerem stark angeschlagen, bat er um seine Versetzung in den Ruhestand zum 1. April 1942. Einen Tag zuvor starb Sittard in Berlin.
1974 wurde an der UdK Berlin eine Stiftung gegründet, die seinen Namen trägt.
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Object reference
Alfred Sittard, in: Reger-Werkausgabe, www.reger-werkausgabe.de/mri_pers_01296.html, version 4.1.1, 11th August 2026.
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