Beatrice (verh. Lauer-Kottlar)

Gender
female
Profession
singer
Birth
6th January 1883
Death
15th March 1935
MRI-Identifier
mri_pers_02622

Name
Beatrice (verh. Lauer-Kottlar)
Used Name
Beatrice (verh. Lauer-Kottlar)
Further Names
Lauer-Kottlar ()

References to Reger
References to others

1.

1.1.

Beatrice Lauer-Kottlar, Ganzfigurbildnis. Fotographie von Karl Bauermann, Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt a.M.; Signatur: S36/F07533.
Beatrice Lauer-Kottlar, Ganzfigurbildnis. Fotographie von Karl Bauermann, Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt a.M.; Signatur: S36/F07533.

Beatrice Sutter-Kottlar wurde am 6. Januar 1883 in Czernowitz/Bukowina geboren. Ihre erste Ausbildung erhielt sie in der Musikschule ihrer Heimatstadt.1 Die Czernowitzer Allgemeine Zeitung erwähnt 1904 ein “Frl. Kottlar” als Klavierbegleiterin bei einem Liederabend der jüdisch-akademischen Verbindung »Zephirah« im ruthenischen Nationalhaus.Note: »Ein musikalisch-deklamatorischer Abend«, in Czernowitzer Allgemeine Zeitung, Nr. 6 (05.01.1904), S. 4. Das Gesangsstudium absolvierte Beatrice Kottlar bei Mathilde Marchesi in Paris. Die ersten Opernengagements führten den dramatischen Sopran nach Straßburg (1907–1911) und Karlsruhe (1910-1916). Von 1916 bis zu ihrem Abschied von der Opernbühne 1932 war Beatrice Sutter-Kottlar Ensemblemitglied der Frankfurter Oper. Sie war eine gefragte Wagner-Interpretin. Über ihre Reise im Winter 1921/22 nach New York und Boston, wo sie als Venus in Tannhäuser und Isolde in Tristan und Isolde brillierte, hat sie selbst einen Bericht verfasst.2 Ihre internationale Karriere führte sie neben Wien, Berlin und München auch nach London, Barcelona und Buenos Aires. Sie bekleidete die Titelrollen in Richard Strauss' Elektra und Ariadne auf Naxos, sang die Marschallin im Rosenkavalier und die Leonore in Beethovens Fidelio. Zu ihrem Repertoire gehörten auch Opern der Moderne. Sie verkörperte die Marie in Alban Bergs Wozzeck bei der Erstaufführung von drei Ausschnitten am 6. November 1924 im Rahmen des Musikfests des Allgemeinen Deutschen Musikvereins in Frankfurt unter der Leitung von Hermann Scherchen und sang die Jenufa in Janaceks gleichnamiger Oper. Bei der Uraufführung von Rudi Stephans Die ersten Menschen ebenfalls in Frankfurt am 1. Juli 1920 übernahm sie die Titelpartie der Chawa. Seit den 1920er Jahren unterrichtete Beatrice Sutter-Kottlar, die ab 1924 in zweiter Ehe mit dem Direktor der Frankfurter Messe Otto Ernst Sutter (1884–1970) verheiratet war, am Hoch'schen Konservatorium in Frankfurt a.M. Nach ihrem Bühnenabschied aus gesundheitlichen Gründen zog sie sich nach Schliengen im Schwarzwald zurück, wo sie das Schloss Liel bewohnte. Beatrice Sutter-Kottlar verstarb am 15. März 1935 unter ungeklärten Umständen. Ihr Ehemann verkaufte das Anwesen 1940 an die Gemeinde. Es sind keine Tonaufnahmen mit Beatrice Sutter-Kottlar überliefert.


1
Vgl. Ion Lihaciu, »Die Entwicklung der Musikszene in der Bukowina«, in Acta Iassyensia Comporazonis, 9/2001, S. 151–157; hier: S. 155 (https://www.literaturacomparata.ro/Site_Acta/Old/acta9/lihaciu_9.2011.pdf).
2
Vgl. Beatrice Lauer-Kottar, »Amerikafahrt«, in Frankfurter Theater-Almanach 6 (1922-1923), S. 28–33.

1. Reger-Bezug

Beatrice Sutter-Kottlar sang unter ihrem ersten Ehenamen Lauer-Kottlar am 2.Januar 1907 in München im Hotel Bayerischer Hof bei einem Reger-Abend 16 Lieder, wobei sie vom Komponisten am Klavier begleitet wurde. Neben Liedern aus früheren Opera (darunter Nr. 48, 55 und 76) interpretierte sie auch zwei Lieder aus den kürzlich erschienenen Vier Liedern op. 97 (Das Dorf Nr. 1 und Ein Drängen Nr. 3). Ein weiterer Kontakt zwischen Reger und der Sängerin ist nicht bekannt.

Object reference

Beatrice (verh. Lauer-Kottlar), in: Reger-Werkausgabe, www.reger-werkausgabe.de/mri_pers_02622.html, version 4.0, 18th December 2025.

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