Heinrich Geist
Correspondence, Melody composer
- Correspondence, Melody composer
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1.
1.1.
Heinrich Geist wurde am 30. April 1868 im westfälischen Soest als Sohn eines Postmeisters geboren. Über die Zeit bis zu seinem Studium am Leipziger Konservatorium ist außer einem Umzug nach Hannover1 nichts bekannt. Vermutlich am 14. Februar 1890 legte er seine erste Hauptfachprüfung mit dem Cellokonzert von Carl Reinecke ab,2 ein Jahr später die zweite im Fach Komposition, wenn auch diese, zumindest nach Meinung des Kritikers Eduard Bernsdorf, mit nur mäßigem Erfolg: “c) Vier Lieder für Sopran mit Begleitung des Pianoforte von Herrn Heinrich Geist aus Hannover – blutwenig Talent, aber destomehr Ueberschwenglichkeit und Gesuchtheit verrathend, zudem schlecht für die Stimme geschrieben und mit nur dürftigem Organ von Frl. Helene Niebecker aus Hannover gesungen (unter Begleitung des Componisten selber).”3 Wohl ab Sommer 1897 war Geist in Wiesbaden ansässig,4 wo er Mitglied der Hofkapelle und des Tonkünstlervereins wurde und auch Instrumentalunterricht erteilte. Ab 1900 sind Aufführungen seiner Kompositionen im Rahmen der Wiesbadener Kurkonzerte verzeichnet; am häufigsten gespielt wurden ein Festmarsch und das Schwanenlied (mit Solotrompete). 1902 heiratete Geist die Fabrikdirektorstochter Hedwig Johanna Jeep, 1928 wurde er aus bislang unbekannten Gründen zwangspensioniert.5 Heinrich Geist starb am 12. August 1934 in Wiesbaden-Erbenheim.
1. Reger-Bezug
Reger und Geist müssen sich gewissermaßen auf Anhieb verstanden haben, erfreute er doch seinen “lieben Freund” bereits in seinem ersten erhaltenen Brief vom 5. November 1897 mit einem seiner guten Bekannten vorbehaltenen Witzen. Vermutlich im Februar 1898 instrumentierte er dann in enger Zusammenarbeit mit Geist dessen Albumblatt für kleines Orchester (Geist-B1). Überdies unterstützte ihn Geist bei seinen (vergeblichen) Bemühungen, im Frühjahr 1898 eine Kapellmeisterstelle zu ergattern und diente Regers Eltern als vertrauliche Informationsquelle für Regers zunehmend erratisches Verhalten. Als Reger nach seiner Rückkehr nach Weiden im Juni die entsprechenden Briefe entdeckte, sprach er Geist jegliches Ehrgefühl ab.1 Der wenigen erhaltenen Korrespondenz nach diesem Bruch zufolge waren die beiden jedoch bald wieder versöhnt.
Object reference
Heinrich Geist, in: Reger-Werkausgabe, www.reger-werkausgabe.de/mri_pers_00378.html, version 4.0, 18th December 2025.
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