Gertrud Triepel
Lyricist
- Lyricist
- –
1.
1.1.
Gertrud Triepel wurde am 10. Juli 1863 in Leipzig geboren und wuchs ab 1868 in Grünberg (heute Zielona Góra) in Schlesien auf. Nach der Schulausbildung zog sie im Jahr 1887 nach Berlin und schrieb als freie Mitarbeiterin für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen. 1889 übernahm sie die Leitung der Deutschen Frauen-Zeitung, die sie bis 1900 innehatte.1 1905 heiratete Gertrud Triepel den Schriftsteller Viktor von Kohlenegg, der wie sie die gesellschaftliche Situation von Frauen in den Mittelpunkt der literarischen Arbeit stellte. Meist unter ihrem Klarnamen, aber auch unter den Pseudonymen Alix Treu und G.Peltry veröffentlichte Triepel zahlreiche Gedichte in populären und illustrierten Zeitungen in Deutschland und Österreich, darunter Westermanns Monatshefte, Die Gesellschaft, Die Gartenlaube,Die Woche, Universum und Wiener Montags-Post. Ihrem Interesse entsprechend publizierte Triepel bevorzugt in Frauenzeitschriften: z. B. Frühlings-Blüthen. Eine Gabe für die junge Mädchenwelt, Blatt der Hausfrau, Neues Frauenleben, Wiener Mode. In einer Sammelrezension von neuen Gedichten wird Gertrud Triepel 1894 besonders hervorgehoben: “Am besten gefällt uns noch das bescheidene Stückchen Alltagsleben. Gertrud Triepel findet manchmal bei aller Einfachheit ergreifende Töne. Sie hat von der Muse die reichste Mitgift erhalten.”2. Neben diesem Gedichtband veröffentlichte sie 1891 In stiller Stunde mit Sprüchen und Sinngedichten sowie 1897 ein Merkbuch für junge Mädchen, das Tagebuchrubriken zum Ausfüllen enthält und mit zehn Gedichten der Verfasserin garniert ist. Für die Zeitschrift Neues Frauenleben schrieb sie in der Rubrik “Aus der Frauenbewegung” eine Reportage über ein englisches Wohnheim für Alkoholikerinnen.3. Besonderen Erfolg hatte Gertrud Triepel mit Ratgeberliteratur. Sie war 1903 Mitherausgeberin des zweibändigen Deutschen Frauenbuches, einem Lexikon zu Mode, Handarbeit und Haushalt, vor allem erlangte sie 1894 mit Der "neue" Hauspoet allgemeine Bekanntheit. Es handelt sich, wie der Untertitel erläutert, um ein “Universalbuch der Wünsche, Gratulationen sowie Fest- und Gelegenheitsgedichte für Geburts- und Namenstage, Polterabend und Hochzeit, silberne und goldene Jubelfeste, Weihnachten und Neujahr etc. für jung und alt ferner enthaltend Widmungen und Begleitzeilen zu Geschenken aller Art, Inschriften und Sprüche verschiedenster Gattung, Glückwunsch-Depeschen, Toaste, Tafellieder, Gedichte zu lebenden Bildern, Kinderlieder und Poesien für alle Anlässe in Haus, Familie und Gesellschaft.”. Während des I. Weltkriegs verfasste Triepel auch Durchhaltelyrik, die von den Nationalsozialisten instrumentalisiert wurde. (vgl. Max Krebs [Hrsg.], Deutsche Zeitenwende. Vom Nationalismus zum Nationalsozialismus. Ein Buch vom deutschen Weg aus lichter Höhe durch dunkle Nacht zu neuem Aufstieg, Dresden 1934, darin auf S. 79 das Gedicht Von Tausenden eine über eine ihren gefallenen Sohn betrauernde Mutter, das 1915 erstveröffentlicht wurde). 1921 wurde Getrud Triepel als Mitarbeiterin von Bongs Jugendbücherei geführt, einer mehrbändigen Anthologie zur Allgemeinbildung.4 Gertrud Triepel starb am 6. Mai 1936 in Berlin.
1.2.
Gertrud Triepel wurde am 10. Juli 1863 in Leipzig geboren und wuchs ab 1868 in Grünberg (heute Zielona Góra) in Schlesien auf. Nach der Schulausbildung zog sie im Jahr 1887 nach Berlin und schrieb als freie Mitarbeiterin für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen. 1889 übernahm sie die Leitung der Deutschen Frauen-Zeitung, die sie bis 1900 innehatte.5 1905 heiratete Gertrud Triepel den Schriftsteller Viktor von Kohlenegg, der wie sie die gesellschaftliche Situation von Frauen in den Mittelpunkt der literarischen Arbeit stellte. Meist unter ihrem Klarnamen, aber auch unter den Pseudonymen Alix Treu und G.Peltry veröffentlichte Triepel zahlreiche Gedichte in populären und illustrierten Zeitungen in Deutschland und Österreich, darunter Westermanns Monatshefte, Die Gesellschaft, Die Gartenlaube,Die Woche, Universum und Wiener Montags-Post. Ihrem Interesse entsprechend publizierte Triepel bevorzugt in Frauenzeitschriften: z. B. Frühlings-Blüthen. Eine Gabe für die junge Mädchenwelt, Blatt der Hausfrau, Neues Frauenleben, Wiener Mode. In einer Sammelrezension von neuen Gedichten wird Gertrud Triepel 1894 besonders hervorgehoben: “Am besten gefällt uns noch das bescheidene Stückchen Alltagsleben. Gertrud Triepel findet manchmal bei aller Einfachheit ergreifende Töne. Sie hat von der Muse die reichste Mitgift erhalten.”6. Neben diesem Gedichtband veröffentlichte sie 1891 In stiller Stunde mit Sprüchen und Sinngedichten sowie 1897 ein Merkbuch für junge Mädchen, das Tagebuchrubriken zum Ausfüllen enthält und mit zehn Gedichten der Verfasserin garniert ist. Für die Zeitschrift Neues Frauenleben schrieb sie in der Rubrik “Aus der Frauenbewegung” eine Reportage über ein englisches Wohnheim für Alkoholikerinnen.7. Besonderen Erfolg hatte Gertrud Triepel mit Ratgeberliteratur. Sie war 1903 Mitherausgeberin des zweibändigen Deutschen Frauenbuches, einem Lexikon zu Mode, Handarbeit und Haushalt, vor allem erlangte sie 1894 mit Der "neue" Hauspoet allgemeine Bekanntheit. Es handelt sich, wie der Untertitel erläutert, um ein “Universalbuch der Wünsche, Gratulationen sowie Fest- und Gelegenheitsgedichte für Geburts- und Namenstage, Polterabend und Hochzeit, silberne und goldene Jubelfeste, Weihnachten und Neujahr etc. für jung und alt ferner enthaltend Widmungen und Begleitzeilen zu Geschenken aller Art, Inschriften und Sprüche verschiedenster Gattung, Glückwunsch-Depeschen, Toaste, Tafellieder, Gedichte zu lebenden Bildern, Kinderlieder und Poesien für alle Anlässe in Haus, Familie und Gesellschaft.”. Während des I. Weltkriegs verfasste Triepel auch Durchhaltelyrik, die von den Nationalsozialisten instrumentalisiert wurde. (vgl. Max Krebs [Hrsg.], Deutsche Zeitenwende. Vom Nationalismus zum Nationalsozialismus. Ein Buch vom deutschen Weg aus lichter Höhe durch dunkle Nacht zu neuem Aufstieg, Dresden 1934, darin auf S. 79 das Gedicht Von Tausenden eine über eine ihren gefallenen Sohn betrauernde Mutter, das 1915 erstveröffentlicht wurde). 1921 wurde Getrud Triepel als Mitarbeiterin von Bongs Jugendbücherei geführt, einer mehrbändigen Anthologie zur Allgemeinbildung.8 Gertrud Triepel starb am 6. Mai 1936 in Berlin.
1.
Gertrud Triepels Gedicht Sommernacht wurde am 7. Juli 1906 in der Zeitschrift Sonntags-Zeitung fürs Deutsche Haus. Illustrierte Familien- und Frauenzeitung veröffentlicht.1. Die Zeitung wurde vom Verlag W. Vobach publiziert, in dem auch die Die Musik-Mappe erschien, zu der Reger kurze Zeit später zwei Musikbeigaben beisteuerte (Der Dieb WoO VII 38 und Der Maien ist gestorben WoO VII 39 nach Gedichten von Ernst Ludwig Schellenberg und Rosa Gerheusser). Reger vertonte das Gedicht Sommernacht als Fünf Gesängen für mittlere bzw. tiefe Singstimme und Klavier op. 98 Nr. 5. Einen persönlichen Kontakte zwischen Reger und der Dichterin scheint nicht bestanden zu haben.
2.
Gertrud Triepels Gedicht Sommernacht wurde am 7. Juli 1906 in der Zeitschrift Sonntags-Zeitung fürs Deutsche Haus. Illustrierte Familien- und Frauenzeitung veröffentlicht.2. Die Zeitung wurde vom Verlag W. Vobach publiziert, in dem auch die Die Musik-Mappe erschien, zu der Reger kurze Zeit später zwei Musikbeigaben beisteuerte (Der Dieb WoO VII 38 und Der Maien ist gestorben WoO VII 39 nach Gedichten von Ernst Ludwig Schellenberg und Rosa Gerheusser). Reger vertonte das Gedicht Sommernacht als Fünf Gesängen für mittlere bzw. tiefe Singstimme und Klavier op. 98 Nr. 5. Einen persönlichen Kontakte zwischen Reger und der Dichterin scheint nicht bestanden zu haben.
Object reference
Gertrud Triepel, in: Reger-Werkausgabe, www.reger-werkausgabe.de/mri_pers_01018.html, version 4.0, 18th December 2025.
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