München, 29th November 1901
Max Reger to Richard Linnemann, C.F.W. Siegel’s Musikalienhandlung
Karlsruhe,
Max-Reger-Institut/Elsa-Reger-Stiftung,
Ep. Ms. 195
- Max Reger
Sehr geehrter Herr!
Ihr freundl. Brief ist nun in meinen Händen; besten Dank dafür […]
gelocht Der Reger-Artikel in der Musik-Woche, Jg. 1/44 (1901), S. 345-47 stammt von Martin Krause; die erwähnten Chorsachen sind die Leicht ausführbaren Kompositionen op. 61 [a-g] für verschiedene Vokalbesetzungen a cappella oder mit Orgelbegleitung, die schließlich im April 1902 bei Siegel gedruckt wurden
1.
München, Wörthstraße 35 I. 29. Nov. 1901.
Sehr geehrter Herr!
Ihr freundl. Brief ist nun in meinen Händen; besten Dank dafür; ich hatte nie vergessen, daß Sie s. Z. in hochgeschätzter Sängerhalle Bild, Biographie etc brauchten; gleichwohl erlaube ich mir, Sie neuerdings aufmerksam zu machen auf No 44 der Musikwoche, wo Sie Seite 1 gleich in der Wochenübersicht von Herrn Prof. M. Krause ausführliche Kritik finden werden; die „Flut“ der Kritiken ist so groß, so daß man leicht etwas übersehen kann. Bitte, besorgen Sie sich diese No 44.
Anbei mit diesem Briefe erhalten Sie eingeschrieben die Sachen. Ich lege diesem Brief Entwurf des Sammeltitelblattes bei, was doch sehr vereinfacht; wenn Sie opuszahl wünschen, so setzen Sie bitte op 61 drauf mit Unterabtheilungen op 61a, 61b etc. Sie verstehen mich schon; Format wie Manuskript; ich erlaube mir Ihnen vorzuschlagen für die sämmtlichen Partituren Typendruck, was die Sache bedeutend billiger machen wird; ev. auch die Stimmen Typendruck. (Die Tenorstimmen habe ich schon ausgeschrieben u. liegen bei. Die Stimmen sind ja in 2 Tagen ausgeschrieben, u. wenn das Werk bis Februar erscheint, so ist es dann noch genügend Zeit, es ordentlich einzuführen. Ich bin immer dabei da für diese Sache op 61 neue Verbindungen anzuknüpfen u. kenne die betreffenden Wege, die da zum Ziele führen, sehr gut.
Als Honorar erlaubte ich mir, Ihnen insgesamt 300 M vorzuschlagen, welche Summe Ihnen sicher nur sehr bescheiden vorkommen wird.
Sie selbst sind ja durch die „Sängerhalle“ in der glücklichen Lage, dafür wirken zu können; außerdem bitte ich auf dem Sammeltitel Raum zu lassen, daß spätere katholische Kirchensachen von mir da noch aufgezählt werden können.
Ich erlaube mir, Ihnen schon Singstimmen (alleine für sich) vorzuschlagen nebst den kleinen Partituren; ich glaube aber auch, daß Typendruck für das Ganze wohl genügen wird.
Die Stücke op 61 sind höchst einfache Musik, die selbst dem „schwächsten“ Kirchenchore keine Schwierigkeiten machen können u. sind das Resultat der Praxis; ich habe in Weiden während 3-jährigen Aufenthaltes genügend Gelegenheit gehabt zu erfahren, was da nun noth thut.
Sobald ich Ihre frdl. Nachricht habe, daß Sie die Sachen in Druck gegeben haben, werde ich mich mit den Redaktionen der Schulanzeiger in Bayern (wo es 8 (für jeden Kreis) gibt) in Verbindung setzen; diese Schulanzeiger, nebst Lehrerzeitungen sind da besonders zu berücksichtigen.
Mit der Bitte um recht baldige
frdl. Nachricht
Ihr
mit
vorzüglichster Hochachtung
ergebenster
Max Reger.
Format wie Manuskript; es ist das da so allgemein üblich!
Object reference
Max Reger to Richard Linnemann, C.F.W. Siegel’s Musikalienhandlung, München, 29th November 1901, in: Reger-Werkausgabe, www.reger-werkausgabe.de/mri_postObj_01000211.html, version 4.0, 18th December 2025.
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