Leipzig, 3rd June 1909

Max Reger to Hugo Bock, Ed. Bote & G. Bock

Object type
Letter
Date
3rd June 1909 (source)
Sent location
Leipzig
Source location
missing

Only known from: Transcript, Meininger Museen, Meiningen | Br 516/34


Senders
  • Max Reger

Incipit
Sehr verehrter Herr Commercienrath!
Für Ihren heutigen Brief besten Dank, mit […]

Regesta
bestätigt Empfang des Honorars von 4000 Mark für op. 109 [Streichquartett Es-Dur] • beabsichtigt, Otto Ernst einige Schlichte Weisen zu senden und diesen zum Schreiben von Kinderliedern zu animieren • bedauert, dass der E. nicht nach Darmstadt kommt • berichtet, die Klarinettensonate op. 107 in Bearbeitung für Violinsonate gespielt zu haben: »Das Werk klingt sehr gut, ist intime Kammermusik u. ein Zusammenspiel absolut nicht schwer« • teilt mit, dass Peters mit der Druckerlaubnis für den 100. Psalm [op. 106] »sehr befriedigt« sei
Remarks

Der 100. Psalm op. 106 für gemischten Chor, Orchester und Orgel erschien im September 1909 im Klavierauszug bei Peters

Referenced works

Publications

Max Reger, Briefe an den Verlag Ed. Bote & G. Bock, hrsg. von Herta Müller u. Jürgen Schaarwächter, Stuttgart 2011 (= Schriftenreihe des Max-Reger-Instituts, Bd. XXII), S. 88f.

1.

[gedruckter Briefkopf:]

PROF. DR. MAX REGER
LEIPZIG, DEN 3. Juni 1909
Kaiser Wilhelmstr. 68 I.

Sehr geehrter Commercienrath!

Für Ihren heutigen Brief besten Dank, mit welch letzterem ich auch den Empfang der 4000 M. für op. 109 bestätige, ebensosehr danke ich Ihnen für frdl. Sendung der betr. „Schlichten Weisen“1; ich will dieselben an Otto Ernst senden, der so entzückende Kindergeschichten geschrieben hat; vielleicht kommt der durch diese „Schlichten Weisen“ auf die Idee „Kinderlieder“ zu schreiben, was mir sehr erwünscht wäre. Dass Sie nicht in Darmstadt zur Klarinettensonate [op. 107] u. Passacaglia op. 96 sind, ist jammerschade! Übrigens habe ich heute die Klarinettensonate mit einer sehr guten Geigerin als Sonate für Violine u. Pianoforte gespielt! Wenn da die Herren Recensenten wieder behaupten, „es wäre unverständlich“ – dann sind diese Herren eben Hornochsen 1. Güte. Das Werk klingt sehr gut, ist intime Kammermusik u. ein Zusammenspiel absolut nicht schwer.

Dass Sie Sich von Ihrer schönen Reise so sehr erfrischt fühlen, ist famos, wenn ich reise, dann hab’ ich Konzertstrapazen ärgster Ordnung!

Herrn C. F. Peters hab’ ich gestern den Psalm [op. 106] gegeben d.h. ihm versprochen; er ist sehr befriedigt.

Mein nächster Concertwinter wird wieder toll; am 12. Oktober spiele ich in Berlin. – Sonst wäre für heute nichts mehr zu vermelden. Wir fahren nun am Sonnabend (5. VI.) nach Frankfurt a/M. bleiben da am Sonntag u. fahren abends am Sonntag nach Darmstadt, Hotel Traube. Am 11. Juni abends bin ich wieder zu Hause; meine Frau fährt mit; ich schreibe Ihnen von Darmstadt aus.

Nun nochmals besten Dank für Alles, die verbindlichsten
Grüsse von Haus zu Haus
immer Ihr
ergebenster
Dr. Max Reger.

Verzeihen Sie meine Eile u. Kürze – aber ich hab’ eine „elende“ Korrespondenz zu erledigen „von wegen weil“ des nächsten Konzertwinters.


1
Reger hatte um je ein Exemplar der Ausgabe für mittlere Stimme vermutlich der Bände I–III gebeten, (vgl. Brief vom 31. Mai 1909, in Bote & Bock-Briefe, S. 86–88) die Bote & Bock von Lauterbach & Kuhn übernommen hatte.
Object reference

Max Reger to Hugo Bock, Ed. Bote & G. Bock, Leipzig, 3rd June 1909, in: Reger-Werkausgabe, www.reger-werkausgabe.de/mri_postObj_01004379.html, last check: 13th April 2024.

Information

This is an object entry from the RWA encyclopaedia. Links and references to other objects within the encyclopaedia are currently not all active. These will be successively activated.