München, 29th December 1902

Max Reger to Carl Lauterbach, Lauterbach & Kuhn

Object type
Letter
Date
29th December 1902 (source)
Sent location
München
Source location
DE,
Karlsruhe,
Max-Reger-Institut/Elsa-Reger-Stiftung,
Ep. Ms. 2608

Senders
  • Max Reger

Incipit
Sehr geehrter Herr!
Nicht wahr, Sie haben meine Sendung (Kritik, Choralvorspiel etc […]

Regesta
berichtet über von der Kritik gut aufgenommenen Liederabend • ist im Berliner Lokalanzeiger als »hochbegabt« bezeichnet worden • Finanzaspekt des Verlagsvertrages • gratuliert zur »hocherfreuliche[n] private[n] Nachricht« • kündigt die Siebzehn Gesänge [op. 70] für spätestens Anfang Februar an
Remarks

gelocht

Referenced works

Publications

Max Reger, Briefe an die Verleger Lauterbach & Kuhn. Teil 1 [1902–05], hrsg. von Susanne Popp, Bonn 1993 (= Veröffentlichungen des Max-Reger-Instituts, Bd. 12), S. 68f.

Max Reger, Briefe zwischen der Arbeit. Neue Folge, hrsg. von Ottmar Schreiber, Bonn 1973 (= Veröffentlichungen des Max-Reger-Instituts, Bd. 6), S. 44f.

1.

München, Wörthstr. 20,
29. Dec. Montag abends. 1902.

Sehr geehrter Herr!
Nicht wahr, Sie haben meine Sendung (Kritik, Choralvorspiel etc, Bestätigungsanzeige mit verbindlichstem Dank für Sendung der 300 M) erhalten.
Gestern war nun Liederabend – alle Kritiken bis jetzt sehr gut – einige sindnoch ausständig – da morgen Dienstag 30. abends wieder 2 Lieder von mir gesungen werden, sende ich Ihnen alle Kritiken (auch die über morgen abend) Endedieser Woche – weil die Kritiken hier sehr unregelmäßig – immer einige Tage nachher erscheinen!
Anbei Abschrift aus der Beilage zum Berliner Lokalanzeiger (Weihnachtsbeilage) NB Ich bin der jüngste von allen genannten Komponisten, u. nur ich von allen habe das Prädikat „hochbegabt“ erhalten! Meine Frau schreibt den mich betreffenden Theil heraus – liegt bei!
Zweck dieses Briefes ist nun, Ihnen sowie Ihrer hochverehrten Frau Gemahlin u. den sehr verehrten Ihrigen unsere allerbesten u. =herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre zu senden, und möchte das neue Jahr nur Allerschönstes u. bestes für Sie bringen – dies unser herzlichster, aufrichtigster Wunsch! Ich schließe fürheute abend, da morgen vormittag doch sicher Brief von Ihnen kommen wird, den ich dann gleich beantworte! Also einstweilen solange Adieu! – Dienstag 30. früh! Soeben erhalte ich Ihren frdl Brief; die Kritiken, die ich Ihnen sende, können Sie jederzeit behalten.
Von Herrn Dr Kuhn ist bis jetzt noch kein Brief angekommen; das ist ja bei derjetzigen Überfülle der Arbeit, welche die Post zu leisten hat, kein Wunder! Betr. unseres Vertrages, den ich gerne mit Ihnen abschließe, nochmals meine Versicherung, daß, nachdem Sie 4000 M pro anno fürs Vorkaufsrecht an mich bezahlen,ich meine Honorare für die einzelnen Werke so stellen werde, daß Sie nie Grundhaben werden, sagen zu müssen, daß meine Honorarforderungen nur im Geringsten unbescheiden sind! Bitte, bringen Sie mir auch in dieser Hinsicht Ihr vollstesVertrauen entgegen; ich werde es stets ganz u. gar rechtfertigen.
Fir Ihre so hocherfreuliche private Nachricht schönsten Dank und unsere herzichste Gratulation; möchte alles recht gut vorübergehen! Ich befürchte nur, daß meine Frau u. ich dann recht stören Ende Februar!
Bis anfangs Februar erhalten Sie 17 neue Gesänge [op. 70], dann auch die 2. Bach-cantate [Bach-H2] so spätestens Mitte Februar! Leider komme ich eben jetzt wegen der Concerte, deren es zu viele gibt, die man besuchen muß, abends weniger zum Arbeiten-aber wenn - wir pflegen absolut keinen gesellschaftlichen ich abends frei habe Verkehr - dann arbeite ich jeden Abend bis 12 Uhr! (So 4-5 Abende in der Woche!)
Für Ihre so liebenswürdigen Wünsche zum Neuen Jahre unseren besten Dank; wir erwidern dieselben auf das Allerherzlichste; möchte 1903 für Sie u. die hochverehrten Ihrigen stets nur Schönstes bringen!
Mit den besten Empfehlungen u. Grüßen von meiner Frau und mir an Sie, Ihre sehr verehrte Frau Gemahlin
Ihr allzeit herzlichst ergebenster
Max Reger

Anbei Abschrift aus Weihnachtsbeilage zum Berliner Lokalanzeiger.
Das Jahr 1902

Weihnachtsbeilage des,Berliner-Lokalanzeiger“
(Eine Chronik der Jahresereignisse / Seite 7)

Und unter

[Abschrift Elsa Regers:]

den neueren Lieder-Componisten begegnete man am häufigsten den Namen Rich. Strauß. M. Schillings. F. Weingartner. M. Reger. C. Ansorge. u. E. Behm. - Auch aus der Orgel-Litteratur wurden bemerkenswerte Novitäten dargeboten. Heinrich Reimann machte uns mit den elf nachgelassenen Choralvorspielen von Brahms bekannt, Karl Straube und B. Irrgang führten erstmals Stücke des hochbegabten Max Reger vor.-

Object reference

Max Reger to Carl Lauterbach, Lauterbach & Kuhn, München, 29th December 1902, in: Reger-Werkausgabe, www.reger-werkausgabe.de/mri_postObj_01003486.html, version 4.0, 18th December 2025.

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