Weiden in der Oberpfalz

Type
City
Today
Superordinate
Kingdom of Bavaria
MRI-Identifier
mri_loc_00066

References to Reger
Performance venue, Place of residence

1.

Stadtansicht von Weiden, Postkarte (um 1900), Stadtmuseum Weiden, Max-Reger-Sammlung, Abbildung mit freundlicher Genehmigung.
Stadtansicht von Weiden, Postkarte (um 1900), Stadtmuseum Weiden, Max-Reger-Sammlung, Abbildung mit freundlicher Genehmigung.

Als Josef Reger mit seiner jungen Familie 1874 von Brand nach Weiden übersiedelte, war dieses ein kleines Städtchen mit gerade mal 4000 Einwohnern. Der zehn Jahre zuvor erfolgte Anschluss an das überregionale Schienennetz begünstigte jedoch wirtschaftliche Prosperität – und damit ein erhebliches Bevölkerungswachstum auch durch Zuzug; innerhalb von zweieinhalb Jahrzehnten sollte sich die Bürgerschaft mehr als verdoppeln. Eine Besonderheit Weidens, die mit Blick auf Regers Vorliebe für den evangelischen Choral von Interesse ist, war das Nebeneinander beider Konfessionen, die bis 1900 die Kirche St. Michael als Simultankirche nutzten.

Max Regers Wohnung in Weiden mit Gedenktafel (auf der Postkarte markiert), mit eigenhändiger Beschriftung von  ([unten:] »In diesem Hause schrieb Reger Werk  bis Werk 64 inclusive!«; [rechter Rand, von unten nach oben:] »Die kgl. Präparendenschule [sic], die Reger v. – besuchte«, Max-Reger-Institut, Karlsruhe, Fotoalbum Elsa Regers.
Max Regers Wohnung in Weiden mit Gedenktafel (auf der Postkarte markiert), mit eigenhändiger Beschriftung von Elsa Reger ([unten:] »In diesem Hause schrieb Reger Werk 19 bis Werk 64 inclusive!«; [rechter Rand, von unten nach oben:] »Die kgl. Präparendenschule [sic], die Reger v. 18861889 besuchte«, Max-Reger-Institut, Karlsruhe, Fotoalbum Elsa Regers.

Reger verließ Weiden 1890 Richtung Sondershausen bzw. Wiesbaden, doch verbrachte er bis zu seiner Militärzeit (beginnend im Oktober 1896) regelmäßig die Sommerferien in seiner Heimatstadt und hielt so Kontakt. Die von den Eltern 1898 betriebene Rückkehr widerstrebte ihm jedoch sehr, wohl wegen der als spießbürgerlich und eng empfundenen Atmosphäre; nach der Pensionierung des Vaters drängte er 1901 auch deshalb auf eine Übersiedlung nach München, wo er für sein Schaffen notwendige Anregungen erwarten konnte. Immerhin fällt in Regers zweite Weidener Zeit, in der ihm die vertraute Umgebung den seinerzeit nötigen Halt gab, sein eigentlicher Durchbruch als Komponist.

Object reference

Weiden in der Oberpfalz, in: Reger-Werkausgabe, www.reger-werkausgabe.de/mri_loc_00066.html, version 4.1.0, 7th August 2026.

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